

Der Doktor und das liebe Vieh
Staffel 3
Folgen

Viel zu meckern
Immer noch praktiziert James Herriot gemeinsam mit seinem Partner Siegfried Farnon, und immer noch steht ihnen ein ‚dritter Mann‘ im Weg oder zur Seite: es ist Siegfrieds Bruder Tristan, von dem keiner mehr glaubt, dass er eines schönen Tages doch noch sein Examen bestehen wird. Mrs. Hall führt nach wie vor den munteren Haushalt, und Helen Herriot hat es sich in den Kopf gesetzt, einen Beruf zu ergreifen. Denn das, was ein Tierarzt in Yorkshire verdient, reicht nicht aus, um einen eigenen Hausstand zu gründen. Während James den Plänen seiner Frau mit ziemlich altmodischen Argumenten begegnet, zeigt sich Siegfried begeistert. Den Papierkrieg, den Helen bisher erfolgreich geführt hat, soll derweil Tristan übernehmen.

Wohltätigkeit beginnt zu Hause
Nicht zum ersten – und bestimmt nicht zum letzten – Mal muss sich Tierarzt James Herriot einen Vorwurf seines Partners Siegfried Farnon anhören: James hat den Hund des Rentners Bailey kostenlos behandelt – und Siegfried findet, dass die Praxis es sich einfach nicht leisten kann, ‚Wohltätigkeit zu üben‘. – Als Tristan Farnon mit einer herrenlosen Katze erscheint, die er in jämmerlichem Zustand aufgelesen hat, operiert James mit schlechtem Gewissen. Denn wer zahlt für die Behandlung und die Medikamente? Aber Siegfried, der Gefürchtete, beweist ihnen wieder einmal, dass Prinzipien dazu da sind, umgestoßen zu werden: Als Rentner Bailey das nächste Mal in der Praxis erscheint, steckt Siegfried ihm das allerteuerste Medikament zu und legt noch Geld für ein ‚Mäntelchen‘ drauf – denn es ist Winter, und Baileys Hund leidet an chronischer Bronchitis.

Auch ein blindes Huhn…
Es gibt Krach in der Familie Farnon. Der exzentrische Tierarzt Siegfried Farnon will seinen jüngeren Bruder Tristan mit Deidre, der wenig attraktiven Tochter des Majors Headingly, verheiraten. Doch Tristan weiß, wie er seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Die Rettung naht. Unfreiwillig helfen Miss Westerman und ihr Hund Hamish dem ideenreichen Tristan aus der Verlegenheit.

Des Pudels Kern
„Jeder ist zu ersetzen – wenigstens für eine kurze Zeit“, sagt sich Siegfried Farnon und gibt Mrs. Hall Urlaub, damit sie zu ihrem kranken Bruder fahren kann. Da James’ Frau Helen inzwischen berufstätig ist, kommt nur einer für die Haushaltsführung infrage: Tristan Farnon. Der versucht, wie immer, sein Bestes zu geben. Und die anderen bemühen sich nach Kräften, seine Menüs einigermaßen genießbar zu finden – bis Siegfried feststellt, dass Tristan sich irrtümlich aus dem für die Hunde bestimmten Fleischvorrat bedient hat. Da ist man dann sehr dankbar, als Kollege Granville Bennett erscheint und zum Essen einlädt. Der eigentliche Grund für Granvilles Besuch ist allerdings seine Hündin Phoebe, die dringend operiert werden muss.

Wenn Wünsche Flügel hätten
Tierarzt Siegfried Farnon ist der Meinung, dass sich sein Partner James Herriot zu sehr zurück hält, wenn es um die Behandlung von Pferden geht. James wiederum findet, dass Siegfried, der Pferdenarr, ihm gar keine Chance gibt, in seine Domäne einzubrechen. Jedenfalls beschließen die beiden, dass James die Behandlung von Caleb Mounts Zugpferd völlig selbstständig übernehmen soll. Als sich aber heraus stellt, dass es sich hier nicht nur um Routine, sondern um einen besonders interessanten Fall von Hufkrebs handelt, bereut Siegfried seine Voreiligkeit schon wieder und ruht nicht eher, bis James ihn in aller Form um seine Hilfe gebeten hat.

Zwischen zwei Stühlen
James Herriot hat ein Problem, mit dem er nicht fertig wird. Es handelt sich um die kranke Kuh des Farmers Bailes. James will operieren; er schließt auf einen verdrehten Darm – aber genau weiß er es eben nicht … Bailes wiederum mag sich auf eine so unsichere Diagnose nicht einlassen. Er verzichtet auf die Operation – und James muss wieder einmal die Erfahrung machen, dass die primitiven Heilmethoden der Landbevölkerung der ärztlichen Kunst von Fall zu Fall überlegen sind.

Sei vorbereitet
Es kommt nicht oft vor, dass Tristan Grund hat, ‚sauer‘ zu sein. Diesmal aber fühlt er sich zu Recht von seinem Bruder Siegfried in die Enge getrieben. Siegfried nämlich würde ihn nur allzu gern mit Deirdre, der wenig attraktiven Tochter des Majors Headingly, verheiraten. Tristan vermutet, dass sein Bruder weniger an der Schwägerin in spe als an Headingleys prächtiger Hundemeute und seinen Reitpferden interessiert ist. Aber Tristan hatte schon immer gute Einfälle, wenn es darum ging, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. In diesem Fall sind es Miss Westerman und ihr Hund Hamish, die ihm – unfreiwillig – aus der Verlegenheit helfen müssen.

Eine aussterbende Art
Es kostet Tierarzt Siegfried Farnon viel Überredungskunst, um den alten Herbie, der Darrowby mit Milch versorgt, von einer neuen Maßnahme der Regierung zu überzeugen: Nach den „Luftschutzbestimmungen für Tiere“ müssen Pferde – als Sicherheitsmaßnahme gegen plötzliche Lärmeinwirkung – Gurthalfter unter dem Geschirr tragen. Kaum hat sich Herbie zu dieser Ausgabe durchgerungen, da tritt sich seine Stute Dolly einen Nagel in den Fuß. Die Rettung des Tieres ist für Herbie eine Existenzfrage. Während es so aussieht, als ob Siegfried, der Dolly behandelt, eine Niederlage hinnehmen müsste, kommt sein Bruder Tristan zu unerwartetem Erfolg: Miss Westerman hat all ihren Freundinnen den gutherzigen jungen Mann empfohlen, der mit Freude bereit ist, die Haustiere armer Witwen für die Hälfte des Honorars zu behandeln

Am Rande der Katastrophe
Als Siegfried Farnon zu einem kranken Pferd gerufen wird, bittet er James Herriot, die Behandlung zu übernehmen. Tristan Farnon hat die richtige Erklärung für dieses ungewöhnliche Verhalten des Pferdenarren: Nachdem es seinem Bruder nicht gelungen ist, die Stute des alten Herbie zu retten, fällt es ihm offenbar schwer, sein Selbstvertrauen zurück zu gewinnen. Siegfrieds Laune wird nicht besser, als er Farmer Duggleby eröffnen muss, dass die Maul- und Klauenseuche unter seinen Schweinen ausgebrochen ist. Um die Ansteckungsgefahr gering zu halten, muss Duggleby sämtliche Tiere schlachten. Dass die Regierung Schadenersatz zahlt, ist für den Farmer nur ein schwacher Trost. Aber die kleinen und großen Sorgen des täglichen Lebens werden von den weltpolitischen Ereignissen überholt: Auch wer kein Radio besitzt, weiß inzwischen, dass England Deutschland den Krieg erklärt hat.

Daheim und unterwegs
Siegfried Farnons alter Freund, Tierarzt Stewie Brannan, will Urlaub machen und hofft, dass Herriot bereit sein wird, ihn zu vertreten. James und seine Frau Helen sind einem Tapetenwechsel nicht abgeneigt. James muss allerdings feststellen, dass Brannans Praxis auf Improvisation beruht, und auch Helen kann nicht so recht heimisch werden. Kritisch wird es jedoch, als James – in Vertretung Brannans – als offizieller Tierarzt beim Hunderennen ‚mitspielen‘ soll; denn er ist ganz und gar nicht bereit, beide Augen zuzudrücken … Aber auch daheim in Darrowby ist die Stimmung nicht die beste. Mrs. Hall ist für zwei Wochen verreist, und wieder hat Tristan die Haushaltsführung in seine bewährten Hände genommen. Besonders stolz ist er auf seine Küche: Spezialität ‚Würstchen mit Kartoffelbrei‘. Da Siegfried die Unvorsichtigkeit begeht, ihm beim ersten Mal ein Lob auszusprechen, bleibt Tristan für den Rest der Zeit bei diesem Menü.

Ängste und Ausflüge
James Herriot und Siegfried Farnon müssen die Polizei alarmieren, denn innerhalb weniger Tage gibt es unter ihren Patienten mehrere Fälle von Strychninvergiftung. Besonders betroffen ist Siegfried, als er erfährt, dass Mrs. Cliffords Blindenhund Saxon zu den Opfern gehört. Siegfried sorgt sich auch aus privaten Gründen um Hund und Herrin, denn Mrs. Clifford ist eine Freundin von Margery Egerton, und Margery ist die einzige Frau, die Siegfried all seine Prinzipien vergessen lässt. Nun hält sie sich bereits seit Monaten in London auf, und Mrs. Clifford weiß zu berichten, dass die Freundin vorläufig nicht die Absicht hat, nach Hause zurück zu kehren …

Auf Leben und Tod
Paul Cotterell sorgt sich um seinen Hund Theo, der von Tag zu Tag dünner wird. James Herriot stellt fest, dass es sich um Krebs handelt. Obwohl James weiß, dass Theo der Lebensinhalt seines Herrn ist, rät er Paul, das Tier einschläfern zu lassen, um ihm Schmerzen zu ersparen. James wundert sich allerdings darüber, wie gelassen Paul auf seinen Vorschlag reagiert. Aber kurze Zeit später muss er feststellen, dass er Pauls Gemütsverfassung falsch eingeschätzt hat …

Der Wille zu leben
Tristan Farnon muckt auf. Er fühlt sich von seinem Bruder Siegfried ausgenutzt – als ‚Mädchen für alles‘! Tristan wünscht sich endlich eine richtige Aufgabe. Die Tatsache, dass er seinem Tierarzt-Examen immer noch hinterher läuft, findet er in diesem Zusammenhang nicht so wichtig. Als Siegfried ihm die Gelegenheit gibt, den Gartenzaun zu reparieren, streikt er endgültig. Sein Bruder ersinnt eine boshafte Rache: Er entbindet Tristan von allen Aufgaben. Tristan genießt diesen Zustand – aber nicht lange. Da Siegfried jedoch nicht mit sich reden lässt, wendet er sich in seinem Tatendrang an Mrs. Hall. Aber die ist gar nicht begeistert von Tristans Idee, einen Hausputz zu veranstalten …

Große und kleine Schritte
James Herriot und Siegfried Farnon, die als Tierärzte nicht kriegsdienstpflichtig sind, haben sich freiwillig zur Royal Air Force gemeldet. Siegfried hat bereits seinen Einberufungsbefehl erhalten. Es ist beschlossene Sache, dass sich Tristan während der Abwesenheit der beiden um die Praxis kümmern soll. Und was keiner mehr erwartet hatte, geschieht: Tristan erhält die Nachricht, dass er sein Examen bestanden hat. Siegfried ist trotzdem der Meinung, dass er seinem Bruder einen Assistenten zur Seite stellen sollte. Ein polnischer Emigrant, Dr. Raczinski, wird sich vorstellen. Man traut seinen Augen nicht, als sich herausstellt, dass Dr. Raczinski eine Frau ist.





